Dark Forest
Its been a while

Seltsam.

Immer wenn ich hier vorbeischaue könnte ich lachen und gleichzeitig bitterlich weinen.. lachen, weil es irgendwie eine wunderschöne Zeit war und weinen weil ich alles zunichte gemacht habe und mich seitdem dieses enorme Leere begleitet.


Tag ein Tag aus, irgendwann habe ich mich dann einfach nur noch in die Arbeit gestürzt um nicht mehr denken zu müssen oder zu können.
Ich hatte einfach Angst davor das mich das irgendwann mal übermannt, weil eigentlich ist so vieles im argen und so vieles was mich belastet, mich so sehr zerüttet hat, das ich heute, Jahre später noch daran zu arbeiten habe.

Ich war anfangs froh, das die Küche meine neue Heimat war, hier fand man Gleichgesinnte & eine zweite Familie. Man lernt die Abgründe der Menschen kennen, ich habe in der Zeit menschlich so viel erlebt und gelernt. Ich war froh, dass ich einfach nicht mehr die Zeit hatte mich großartig mit mir beschäftigen zu müssen, viel wichtiger war es die ganzen Abläufe zu planen und einen guten Service zu gewährleisten.

Und heute stehe ich also nun vor einem Trümmerhaufen, psychisch unglaublich angeschlagen und ausgebrannt. Ich weiß nicht wie viele Möglichkeiten und Chancen ich bis heute nicht genutzt habe, nur weil ich Angst davor hatte wieder enttäuscht zu werden, nicht zwingend von Anderen,sondern von mir selbst. Meinen Erwartungen und den Erwartungen anderer - jene welche mir etwas bedeuten- gerecht zu werden.

Trotz der sehr schwierigen Zeit bin ich immer noch der gleiche Depp und belaste mich noch zusätzlich, habe ich zurzeit beispielsweise einen sehr guten Freund bei mir zu Besuch, da seine Ehe in die Brüche geht..oder aber habe ein offenes Ohr für meinen alten Ausbilder, der für mich wie ein Vater ist, mir aber sagt das er "Keine Kraft" mehr hat und nicht weiß wie es weitergehen soll, sogar davon spricht sich etwas anzutun. Ich weiß nicht was mit mir geschieht wenn er sich was antut...Es schmerzt unglaublich den Mann der einem beigebracht hat immer Stark zu bleiben so zu sehen... Verdient hat er es nicht, er ist ein unglaublich guter Mensch, jemand den ich zu tiefst respektiere und liebe.

Ich versuche in diesen ganzen negativen Dingen trotzdem einen Sinn zu erkennen, versuche dem ganzen etwas positives abzugewinnen...Nur wie kann das einen Sinn haben? Wie lange will man mich noch strafen oder prüfen? Das sind gute Menschen, die haben das nicht verdient. Ich frage mich wo ist da der große Plan und die Gerechtigkeit und Fairness?
Das alles belastet mich, neben meinem eigenen Zustand.. Mir gehen die Lösungen und Optionen aus.

Ich habe das Gefühl gänzlich gescheitert zu sein
Bis vor einigen Jahren hatte ich diese Hoffnung das sich alles fügen würde, aber die Hoffnung ist mittlerweile gestorben.

Eigentlich wollte ich nie Koch werden, aber ich habe mir nach den zahlreichen Fehlschlägen einfach etwas gesucht, von dem ich mir sicher sein konnte, den geringen Anforderungen zu genügen.

Traum und Wunsch war es eigentlich gewesen, wie man hier sicherlich auch erkennen kann, etwas mit Grafiken/Programmierung/Kunst zu machen, aber daran bin ich leider gescheitert, zu wenig Talent mag ein Grund sein, aber heute weiß ich das man mit genügend Engagement vieles was eigentlich undenkbar erschien bewerkstelligen kann.
Hätte ich die Chance nochmal dort anzusetzen wo ich es verbockt habe, dann würde mit dem Wissen und den Erfahrungen von heute alles anders sein. Ja - Vielleicht hätte sogar alles einen erkennbaren Sinn und ein Ziel, das was mir die letzten Jahre verloren gegangen ist. Etwas worauf man hinarbeitet, eine erkennbarer Struktur und Hoffnung, das wäre schön. An letzterem mangelt es mir seit knapp einem Jahr besonders, nicht das es vorher nicht schon so war, jedoch ist es seitdem spürbar und hat eine gewisse Form bekommen. Mittlerweile kann ich es auch nicht mehr verdrängen oder runterspielen, aber dazu fehlt mir auch die Kraft.

Eigentlich wollte ich doch nur das ich vergessen kann und bin dem ganzen so gut es ging aus dem Weg gegangen, aber die vorhandenen Probleme holen dich irgendwann ein und dann erwischen sie einen mit ganzer Härte. Rückblickend betrachtet wäre es also besser gewesen die Konfrontation zu suchen und sich dem zu stellen. Hinterher ist man immer schlauer.


Ich frage mich wie es weiter gehen wird, ich will auch niemandem zur Last fallen & der Gedanke daran es doch zu tun macht mich nervlich fertig.

Ich muss wieder nach vorne blicken, aber wie?
22.5.17 16:06
 


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